Mein Volontariat PR & Social Media bei Startup Communication

Mein Volontariat PR & Social Media bei Startup Communication

Vom Stu­den­te­nall­t­ag ins Vol­lzeit Agen­tur-Leben – wie ist das eigentlich? Unsere Kristi­na hat diesen Schritt gewagt und ihr Volon­tari­at im Bere­ich PR und Social Media bei Start­up Com­mu­ni­ca­tion ger­ade abgeschlossen. Der per­fek­te Zeit­punkt also, um sie ein­mal so richtig auszufra­gen.

 

Aus welchem Bereich kommst Du eigentlich?

Eigentlich komme ich aus ein­er ganz anderen Rich­tung und wollte lange Zeit Jour­nal­istin wer­den. Deshalb habe ich meinen Bach­e­lor in Poli­tik­wis­senschaft und Öffentlichem Recht gemacht und saß auch während eines Prak­tikums selb­st hin­ter dem Schreibtisch in ein­er Redak­tion. Schon da wurde mir aber klar, dass meine Lei­den­schaft für poli­tis­che The­men etwas zu eingeschränkt ist, um mich auch beru­flich damit zu befassen.

 

Warum hast Du Dich für ein Volontariat PR & Social Media entschieden? 

Egal ob Jour­nal­is­mus oder PR – das Volo ist eben der gängig­ste Weg, wenn man frisch aus dem Studi­um kommt. Anfangs hat­te ich sog­ar gezielt nach Volon­tari­at­en in ver­schiede­nen Redak­tio­nen gesucht und bin bei der Recherche eher zufäl­lig auf PR und Social Media gestoßen. Da wurde mir klar, dass ich meinen Hor­i­zont bei der Suche zu eng geschnallt hat­te. Ein Volon­tari­at im Bere­ich PR und Social Media war vielfältiger, kreativ­er und ein­fach mehr „mein Ding“ – also habe ich mich spon­tan umentsch­ieden.

 

Warum hast Du Dich für Startup Communication entschieden?

Genau genom­men war Start­up Com­mu­ni­ca­tion der finale Grund für die Kehrtwende in meinem Beruf­swun­sch. Die Stel­lenanzeige und ich – das war prak­tisch Liebe auf den ersten Blick. Alles war frisch­er, mod­ern­er und irgend­wie authen­tis­ch­er. Viele unter­schiedliche Kun­den und Auf­gaben und dazu ein Team, mit dem man wie mit Fre­un­den beim Piz­za-Essen zusam­men­sitzt – so zumin­d­est die ersten Ein­blicke online und auf dem Insta­gram Pro­fil. Auch der Fokus auf Star­tups hat mich überzeugt. Als es dann vom Online-Auftritt ins per­sön­liche Ken­nen­ler­nen ging, hat sich mein Ein­druck bestätigt. Hier sitzt ein Team, das sich voller Pow­er, Lei­den­schaft und frischen Ideen für Grün­der ein­set­zt, flache Hier­ar­chien lebt, statt nur davon zu reden und ein­fach zusam­men­hält.

 

Was sind Deine Aufgaben?

Da ich sowohl im PR- als auch im Social Media-Team bin, sind meine Auf­gaben sehr vielfältig. Dazu muss man sagen: Ich bin mit meinen Auf­gaben gewach­sen – und meine Auf­gaben mit mir. Zum Ende des Volos ist da einiges zusam­mengekom­men.

Meine Auf­gaben im PR-Bere­ich? Ich schreibe: Blog­beiträge, Pressemit­teilun­gen, Gas­tar­tikel, Newslet­ter, Sto­ry Ideas und vieles mehr. Dazu gehört auch die Vor- und Nach­bere­itung, also die Ideen­find­ung & ‑konzep­tion, Recherche, Abstim­mung mit unseren Kun­den, Bear­beitung des Bild­ma­te­ri­als, Erstel­lung des Aus­sands, SEO-Opti­mierung und der Upload auf der Web­site. Außer­dem küm­mere ich mich um den Kon­takt zu den Redak­tio­nen. Ich pitche The­men bei Jour­nal­is­ten, bespreche Artikel und Koop­er­a­tio­nen, suche Pro­tag­o­nis­ten für Sto­ries und war auch schon auf Redak­tions­be­such. Ich führe Inter­views, erstelle Konzepte und brain­storme – zum Beispiel zu coolen PR-Aktio­nen abseits der klas­sis­chen Pressemit­teilung. Ich behalte Medi­en, Mag­a­zine und aktuelle The­men im Auge und erstelle Report­ings für unsere Kun­den.

 

Im Social Media Bere­ich dreht sich vieles um Posts. Für Face­book, Insta­gram, LinkedIn und Twit­ter bin ich immer auf der Suche nach Con­tent und über­lege mir Social Media Kam­pag­nen. Hin­ter einem einzi­gen Post steckt näm­lich oft mehr Arbeit, als man denkt: Ich recher­chiere, über­lege mir ein For­mat, schreibe den Post­text und erstelle Bilder und Motive mit Pho­to­shop. Außer­dem betreibe ich Com­mu­ni­ty Man­age­ment, behalte Kom­mentare und Likes im Auge und sorge für Inter­ak­tion. Ich über­prüfe, was gut funk­tion­iert hat und was man noch verbessern kann und lief­ere dazu ein Social Media Report­ing. Über organ­is­che Posts hin­aus erstelle ich auch Ads und Social Media Mar­ket­ing Kam­pag­nen. Ich bere­ite Ziel­grup­pen vor und opti­miere Wer­beanzeigen – da bleibt man auch vor Kenn­zahlen nicht ver­schont. CPC, CTR, Link-Clicks, Con­ver­sions usw. sind meine Begleit­er. Außer­dem bin ich moralis­che Unter­stützung bei unseren Work­shops und habe zusam­men mit Sask­ia auch schon selb­st einen Social Media Work­shop abge­hal­ten. Bald ste­ht außer­dem mein erster Pod­cast an. In unser­er Welt gibt es immer neue Trends, Her­aus­forderun­gen und Auf­gaben. Ich bin mir also sich­er, dass sich diese Liste noch erweit­ern wird.

 

Beschreibe einen typischen Arbeitstag.

Wenn man nicht ger­ade im Coro­na-Home­of­fice sitzt, sieht ein Tag als PR und Social Media Volon­tärin bei Start­up Com­mu­ni­ca­tion fol­gen­der­maßen aus: Zwis­chen 8 Uhr und 9.30 Uhr erscheine ich im Büro – das kommt immer darauf an, wie gut ich aus dem Bett gekom­men bin 😀 Die ersten Minuten des Arbeit­stages nutze ich, um mich zu organ­isieren. Das bedeutet: Prios check­en, Mails lesen und meine Auf­gaben für den Tag bzw. die Woche pla­nen. Jeden Tag um 10 Uhr find­et unser Dai­ly statt. Wir besprechen im gesamten Team, welche To-Dos wir uns für den Tag vornehmen und wo wir Unter­stützung brauchen oder selb­st unter­stützen kön­nen. Dann geht’s frisch motiviert an die Auf­gaben. Sobald sich bei den ersten Kol­legin­nen der Hunger meldet (ich bin meis­tens eher eine der let­zten) machen wir gemein­sam Mit­tagspause. Dazu geht es entwed­er ins Restau­rant unseres Ver­trauens, es wird bestellt oder wir kochen (jet­zt mit der neuen Küche kön­nen wir das sog­ar wirk­lich als „kochen“ beze­ich­nen). Anschließend bin ich zurück am Schreibtisch oder im Meet­ingraum und widme mich meinen To-Dos. Nach und nach ver­schwinden dann alle in den Feier­abend – oder zum gemein­samen Team­abend.

 

Für wen würdest Du ein Volontariat bei Startup Communication weiterempfehlen?

Erst­mal natür­lich für jeden, der Lust auf die Auf­gaben hat, die so ein Volon­tari­at im Bere­ich PR & Social Media begleit­en. Man sollte außer­dem gerne kreativ wer­den, schreiben, Neues aus­pro­bieren und sich auch mal was trauen. Ein gewiss­es Maß an Selb­stor­gan­i­sa­tion sollte man sich auch lieber früher als später aneignen. Wer jeden Tag rou­tiniert die gle­ichen Auf­gaben erledi­gen möchte und end­lose The­o­ri­es­tun­den dem Aus­pro­bieren vorzieht, ist ander­weit­ig vielle­icht bess­er aufge­hoben.

 

Was ist Deine schönste Erinnerung?

Mein High­light war unsere dre­itägige Wei­h­nachts­feier auf ein­er kleinen, gemütlichen Hütte mit Aus­blick auf die Alpen in Öster­re­ich. Zusam­men wan­dern, 5 mal täglich her­aus­ra­gen­des Essen vom eige­nen Koch fut­tern, mit Wein (und „ein paar“ Schnäpsen) am Kam­in­feuer sitzen und gemein­sam über schlecht­en Rap, kün­st­lerische Dar­bi­etun­gen beim Activ­i­ty-Spie­len und witzige Videos lachen – hier hat man ein­fach nochmal richtig gemerkt, dass wir nicht nur Kol­le­gen son­dern ein Team sind.

 

Was war die größte Herausforderung und wie hast Du sie gemeistert?

Mein erstes Social Media Report­ing hat mich an meine Gren­zen gebracht. Eine solche Auf­gabe prak­tisch ohne Vor­wis­sen zu erledi­gen, bringt natür­lich großes Poten­zial zum Ler­nen, aber auch großes Poten­zial für einen Ner­ven­zusam­men­bruch. 😀 Nach der acht­en Feed­backschleife ist mein Gedulds­faden fast geris­sen und ich wäre am lieb­sten in den Streik getreten. Wie ich die Her­aus­forderung gemeis­tert haben? Tief dur­chat­men. Aus Fehlern ler­nen. Weit­er­ma­chen. Solange bis es let­z­tendlich passt. So schön und erfül­lend ein Job auch ist – es wird immer mal Auf­gaben geben, die einen an seine Gren­zen brin­gen. Irgend­wann im Prozess habe ich dann den Anspruch an mich selb­st entwick­elt, es ein­fach durchzuziehen. Let­z­tendlich kon­nte ich bei dieser ver­has­sten Auf­gabe viel über Social Media und Durch­hal­tev­er­mö­gen ler­nen und kann heute darüber lachen.

 

Hat Dir das Volontariat für Deinen weiteren Zukunftsweg weitergeholfen?

Ja, auf mehr als ein­er Ebene. Ich habe fach­lich schon so viel gel­ernt und lerne auch jet­zt noch jeden Tag dazu. Auch per­sön­lich hat sich einiges getan, denn ich gehörte zu den Men­schen, die Selb­stor­gan­i­sa­tion nicht ger­ade per­fek­tion­iert hat­ten. Was ich son­st gel­ernt habe und für die Zukun­ft mit­nehme: Learn­ing by Doing ist immer nach­haltiger als stun­den­lange Brief­in­gs. Es ist schön, sich etwas zuzu­trauen, Ver­ant­wor­tung zu übernehmen und sich neuen Her­aus­forderun­gen zu stellen. Auch wenn man mal an seine Gren­zen stößt, zahlt sich Durch­hal­tev­er­mö­gen aus – die Freude, wenn man es dann doch geschafft hat, über­wiegt.

 

Möchtest Du sonst noch etwas sagen?

Danke an das ganze Team – für die Unter­stützung, die super Zusam­me­nar­beit, das Beant­worten tausender Fra­gen und viele schöne und witzige Momente. Ihr seid toll! 🙂