PR für Star­tups: Digi­tal oder klas­sisch?

PR für Startups: Digitale PR meets klassische Pressearbeit, Pressemitteilung, Social Media, Agentur, Presse-Event, Blog

PR für Star­tups: Digi­tal oder klas­sisch?

Wir wer­den häu­fig gefragt: Wie macht ihr eigent­lich PR? Klas­sisch, digi­tal, irgend­et­was dazwi­schen? Gute Fra­ge, denn schließ­lich sind wir alle im digi­ta­len Zeit­al­ter ange­kom­men und müs­sen auch die PR-Hand­bü­cher ent­stau­ben. Dar­um geben wir euch ein paar Insights, wie ihr klas­si­sche Pres­se­ar­beit mit digi­ta­len Mög­lich­kei­ten ver­bin­den und so eure The­men noch erfolg­rei­cher plat­zie­ren könnt:

Digi­ta­le PR – So kannst du die Pres­se­ar­beit für dein Start­up pushen

Jour­na­lis­ten recher­chie­ren online – und zwar nicht nur über Such­ma­schi­nen, son­dern auch in den sozia­len Netz­wer­ken (vor­wie­gend Face­book und Twit­ter). In einer Umfra­ge von news aktu­ell „Recher­che 2016“ (1.223 Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten aus Deutsch­land wur­den befragt) gaben trotz­dem 86 Pro­zent aller befrag­ten Jour­na­lis­ten an, dass die Pres­se­mit­tei­lung nach wie vor die Haupt­in­for­ma­ti­ons­quel­le ist. Gleich­zei­tig sind für 87 Pro­zent Bil­der und für 88 Pro­zent Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen als Link für die Bericht­erstat­tung wich­tig. Auch noch zu berück­sich­ti­gen: 64 Pro­zent nut­zen das Smart­pho­ne oder Tablet zur Recher­che. Dar­um müs­sen die Infor­ma­tio­nen so auf­be­rei­tet sein, dass sie auch mobil ver­wen­det wer­den kön­nen. Hier gibt es ein paar Tipps, wie ihr die Pres­se­ar­beit digi­tal gestal­ten könnt:

  • Mul­ti­me­dia­le Pres­se­mit­tei­lung: Jour­na­lis­ten benö­ti­gen die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen nach wie vor als Text, um sie wei­ter­zu­ver­ar­bei­ten. Dabei soll­tet ihr dar­auf ver­zich­ten, Pro­dukt-Fea­tures bis ins Details aus­zu­for­mu­lie­ren und drei DINA4-Sei­ten durch­zu­schi­cken. Denn sind wir ehr­lich: Nicht mal euer Kol­le­ge im Büro hat die Info ganz durch­ge­le­sen, son­dern ab Mit­te Sei­te 1 nur noch über­flo­gen. Ver­packt die rele­van­ten Zah­len und Fak­ten über euer Start­up in einer Info­gra­fik. Und die Pro­dukt­vor­stel­lung funk­tio­niert viel bes­ser über ein kur­zes Video. Die­se Inhal­te bin­den Online-Por­ta­le auch ger­ne direkt ein.
  • Pres­se­aus­sand: Na, steckt die 10-MB-E-Mail noch im Aus­gang? Schluss damit! News­let­ter-Sys­te­me wie Mail­Chimp, Cle­ver­Ele­ments und vie­le mehr bie­ten sehr gute Mög­lich­kei­ten, die Pres­se­mit­tei­lung und die zuge­hö­ri­gen Inhal­te wie Bil­der, Gra­fi­ken und Vide­os attrak­tiv auf­zu­be­rei­ten. So kann sich der Jour­na­list auch gleich einen Über­blick über die ver­füg­ba­ren Mate­ria­li­en ver­schaf­fen. Am bes­ten ver­linkt ihr die Bild­vor­schau zu eurem Pres­se­be­reich auf der Web­sei­te.
  • Digi­ta­ler Pres­se­be­reich: Star­tups soll­ten auf ihrer Web­sei­te unbe­dingt einen Pres­se­be­reich ein­rich­ten. Hier könnt ihr die Tex­te als PDF, Bil­der in hoher Auf­lö­sung und die mul­ti­me­dia­len Inhal­te zum Down­load bereit­stel­len. 
Hin­weis: Infor­ma­tio­nen soll­ten für den Jour­na­lis­ten leicht zugäng­lich sein. Heißt: Kei­ne E-Mail-Abfra­gen oder News­let­ter-Abo-Infos mit der Pres­se­sei­te kom­bi­nie­ren!
  • Soci­al Media: PR und Soci­al Media gehen Hand in Hand. Jour­na­lis­ten nut­zen die sozia­len Medi­en, um sich über The­men zu infor­mie­ren und authen­ti­sche Ein­bli­cke zu gewin­nen. Dar­um soll­ten News sowohl über den Pres­se­ver­tei­ler als auch über die sozia­len Kanä­le gestreut wer­den.
  • Blog-/News-Bereich: Da Jour­na­lis­ten ihre The­men online über Such­ma­schi­nen recher­chie­ren, könnt ihr mit einem eige­nen Blog punk­ten. Ihr habt die Mög­lich­keit, euch über Fach­ar­ti­kel als Exper­te zu posi­tio­nie­ren oder bran­chen­re­le­van­te Infor­ma­tio­nen in einen Blog-Post zu ver­pa­cken. Am Schluss kommt noch der Fein­schliff mit den rele­van­ten Key­words für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung dazu. So könnt ihr zusätz­lich zur Pres­se­mit­tei­lung eure The­men plat­zie­ren.
  • Pres­se-Events: Mit den Pres­se-Events ver­hält es sich ähn­lich wie mit den Pres­se­mit­tei­lun­gen. Die Ein­la­dung könnt ihr ent­we­der über das News­let­ter-Sys­tem, einen Seri­en-Mai­ler oder auch per digi­ta­lem Kon­takt­for­mu­lar ver­sen­den. Legt euch dafür ein­fach eine Mas­ke an und sen­det den Link mit. Je ein­fa­cher sich Jour­na­lis­ten anmel­den kön­nen, des­to bes­ser.

Retro hat Charme: Lass auch mal das Tele­fon klin­geln

In Anbe­tracht der oben genann­ten digi­ta­len Mög­lich­kei­ten füh­len wir uns beim Tele­fo­nie­ren zwar wie in einem Schwarz-Weiß-Film, aber gera­de das ist doch das Schö­ne an der Sache. Denn PR hat auch viel mit Empa­thie und per­sön­li­chem Kon­takt zu tun. Dar­um lohnt es sich, hin und wie­der das Tele­fon in die Hand zu neh­men. So könnt ihr euer The­ma kurz tele­fo­nisch pit­chen oder ein per­sön­li­ches Tref­fen ver­ein­ba­ren. Denn gera­de in der PR hat Retro noch sei­nen ganz eige­nen Charme.