Kein Ende in Sicht: Deutschland im Bauboom

18.03.2020

Der Bau-Report 2019 des PropTech Star­tups Build­ing Radar zeigt: Auf die Baubranche warten weit­er­hin rosige Zeit­en. Die erhobe­nen Dat­en des Münch­n­er Unternehmens bieten Ein­blicke in die Bau­vorhaben deutsch­landweit. Beson­ders stechen dabei drei Bun­deslän­der und zwei Baukat­e­gorien hervor.

 

In vie­len Branchen ist die Rede von einem Ende der Kon­junk­tur sowie von wirtschaftlichen Schwankun­gen. Unbeein­druckt zeigt sich davon das Baugewerbe, wie deutsche Wirtschaftsin­sti­tute vom Münch­n­er Ifo bis zum Insti­tut für Weltwirtschaft prog­nos­tizieren. Der kür­zlich her­aus­gegebene Bau-Report 2019 vom Münch­n­er PropTech Build­ing Radar bestätigt diese Ein­schätzung. Als große Treiber treten dabei die Bun­deslän­der Baden-Würt­tem­berg, Bay­ern und Nor­drhein-West­falen sowie Baupro­jek­te im Bere­ich Infra­struk­tur und dem Bil­dungssek­tor hervor.

 

Build­ing Radar ver­fol­gt die Aktiv­itäten des deutschen sowie des inter­na­tionalen Baugewerbes und entwick­elt automa­tisierte Tech­nolo­gien, um weltweit Infor­ma­tio­nen über Baupro­jek­te zu find­en. Die neu­ronalen Net­ze des Star­tups scan­nen täglich über eine Mil­lion Artikel und iden­ti­fizieren tausende von Baupro­jek­ten weltweit. Mit dem Bau-Report 2019 fasst das Unternehmen seine gesam­melten Infor­ma­tio­nen zu Baupro­jek­ten und ‑auss­chrei­bun­gen inner­halb Deutsch­lands aus dem Jahr 2019 zusam­men. Diese spiegelt und analysiert es nach ver­schiede­nen Gesicht­spunk­ten. Die Ergeb­nisse zeigen einen anhal­tenden Bauboom im deutschen Markt: Denn anhand der gesam­melten und unter­sucht­en Dat­en zu Baupro­jek­t­in­for­ma­tio­nen im öffentlichen und pri­vatwirtschaftlichen Sek­tor des Jahres 2019 lässt sich ein Anstieg von 28,5 Prozent im Ver­gle­ich zum Vor­jahr feststellen.

 

Der Fokus liegt auf Süd­deutsch­land und NRW

Ein deut­lich­es Bild zeich­net dabei die regionale Verteilung der Pro­jek­te. Sowohl bei öffentlichen als auch pri­vat­en Auss­chrei­bun­gen ent­fällt rund die Hälfte aller Pro­jek­te auf drei Bun­deslän­der: Baden-Würt­tem­berg, Bay­ern und Nor­drhein-West­falen. Mit Blick auf Auss­chrei­bun­gen nach Städten kristallisiert sich hinge­gen eine andere Boom-Region her­aus. Berlin ist jew­eils Spitzen­re­it­er mit 8,0 Prozent aller öffentlichen und 3,3 Prozent aller pri­vat­en Bau­vorhaben. Die Num­mer zwei ist in bei­den Fällen München, gefol­gt von Ham­burg (pri­vat), beziehungsweise Frank­furt (öffentlich).

 

Vier Bau-Kat­e­gorien fördern die Wirtschaftskraft

Build­ing Radar unterteilt alle Bau­vorhaben in 14 Pro­jekt-Kat­e­gorien. Gemäß dieser Kat­e­gorisierung wer­den die gefun­de­nen Infor­ma­tio­nen unter­gliedert. Dabei zeigt sich deut­lich, auf welche Bere­iche der Großteil der Baupro­jek­te ent­fällt. Die großen Treiber sind Neubaut­en und Sanierun­gen in Infra­struk­tur sowie Bil­dung und Forschung. Darunter fall­en Auss­chrei­bun­gen für Flughäfen, Auto­bah­nen oder den öffentlichen Nahverkehr beziehungsweise Schul­bau und Forschung­sein­rich­tun­gen. Bei den öffentlichen Auss­chrei­bun­gen fällt jedes zweite Pro­jekt in diese Kat­e­gorien – 26,5 Prozent Bil­dung und Forschung und 23,9 Prozent Infra­struk­tur. An drit­ter Stelle lan­det in diesem Ver­gle­ich die Kat­e­gorie Indus­trie mit 19,1 Prozent. Bei den pri­vatwirtschaftlichen Auss­chrei­bun­gen hinge­gen liegen Infra­struk­tur-Pro­jek­te klar an erster Stelle: Mit 30,4 Prozent fällt nahezu jedes dritte Bau­vorhaben in diese Kat­e­gorie. Bil­dung und Forschung belegt hier den zweit­en Platz, gefol­gt vom Wohnbau.

 

Platzt 2020 die Baublase?

Die Ergeb­nisse zeigen: Für die öffentlich aus­geschriebe­nen Bau­vorhaben ist ein deut­lich­er Anstieg von 35,9 Prozent im Ver­gle­ich zu 2018 zu verze­ich­nen. Die auss­chrei­bungsstärk­sten Phasen waren gemäß den Dat­en von Build­ing Radar die Som­mer­monate von Juli bis Sep­tem­ber. 28,2 Prozent aller öffentlichen Auss­chrei­bun­gen fie­len auf diesen Zeitraum. Im pri­vatwirtschaftlichen Bere­ich hinge­gen wur­den die meis­ten Pro­jek­te zum Jahres­be­ginn, im Feb­ru­ar und März, veröffentlicht.

Die Dat­en und Fak­ten von Build­ing Radar bestäti­gen das kon­stante Wach­s­tum der deutschen Bauwirtschaft und sehen für 2020 keinen Ein­bruch voraus. Denn die steigen­den Werte der von Build­ing Radar analysierten Baupro­jek­t­in­for­ma­tio­nen deuten auch für die kom­menden Monate nicht auf einen Rück­gang hin. Zwar gab es im Bere­ich der pri­vat­en Auss­chrei­bun­gen in der zweit­en Jahreshälfte 2019 einen Rück­gang zu verze­ich­nen. Doch ins­ge­samt lassen sich die pos­i­tiv­en Indika­tio­nen der Wirtschaftsin­sti­tute bestäti­gen. Die Baubranche ist und bleibt auch 2020 die Konjunkturlokomotive.

 

Der voll­ständi­ge Bau-Report 2019 ste­ht unter http://bit.ly/38WDFuE zum Down­load zur Verfügung.


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Building Radar


Die Building Radar GmbH wurde 2015 von Leopold Neuerburg, Paul Indinger und Raoul Friedrich in München gegründet. Mit Building Radar wollen die Gründer die Baubranche digitalisieren und den B2B-Vertrieb für Zulieferer und Dienstleister der Bauindustrie effizienter machen. Das PropTech-Startup liefert umfangreiche Informationen zu neuen und bestehenden Bauprojekten und das besonders frühzeitig, dank künstlicher Intelligenz und Machine Learning.


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Sofia Eham
E-Mail: se@startup-communication.de
Telefon: 089 12021926-7

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