Die wichtigste Aufgabe eines Gründers? Überzeugen – auch in Krisenzeiten

22.01.2020

Die Grün­dung eines Star­tups erfordert so manche, uner­wartete Tal­ente. Neben ein­er guten Idee und deren Umset­zung ist auch eine ordentliche Por­tion an Überzeu­gungskraft notwendig. Diese Erfahrung mussten auch die Grün­der des Proptech Star­tups Build­ing Radar, Paul Indinger, Leopold Neuer­burg und Raoul Friedrich, machen. „Der Job als Grün­der beste­ht zum großen Teil aus Überzeu­gen“, find­et Paul. „Wenn man nicht selb­st den Glauben an das Pro­jekt hat, kann man es völ­lig vergessen.“

 

Geburtsstunde: Wie dig­i­tal­isiert man eine ver­staubte Branche?

Den Glauben an das Pro­jekt hat­te von Anfang an vor allem Paul selb­st. Er arbeit­ete als Sales-Berater in der Bauin­dus­trie. Seine Haup­tauf­gabe war es, nach neuen Bau­vorhaben zu recher­chieren, um Architek­ten und Bauleit­er möglichst frühzeit­ig über die eige­nen Ange­bote zu informieren. Doch die manuelle Recherche gestal­tete sich auf­grund von ver­al­teten oder nicht ver­i­fizierten Dat­en zeitaufwendig. Er schildert dieses Prob­lem seinem Stu­di­en­fre­und Leopold und gemein­sam über­legen sie, ob es einen intel­li­gen­teren, tech­nisch getriebe­nen Weg gibt, um den Recherchevor­gang skalier­bar­er zu machen. Leopold kommt durch seine Arbeit­ser­fahrung bei Google fol­gen­der Gedanke: Warum nicht ein auf kün­stlich­er Intel­li­genz basieren­des Recherche-Tool für die Zulief­er­er der Baubranche entwick­eln, das die Suche nach zukün­fti­gen Bauaufträ­gen rev­o­lu­tion­iert? Die Idee für Build­ing Radar ist geboren. Für die Umset­zung holen sie sich noch Artem Ostankov und Raoul Friedrich, die Leo aus Stu­di­en­pro­jek­ten ken­nt, als CTO und CPO an Bord. Am 26. Mai 2015 wird Build­ing Radar gegrün­det und reg­istri­ert. Ein Jahr später gelingt den Grün­dern der Durch­bruch und die erste Soft­ware-Ver­sion wird veröf­fentlicht. Durch die Kom­bi­na­tion aus seman­tis­chen Such­meth­o­d­en mit Data Min­ing und Machine Learn­ing iden­ti­fiziert die Lösung vol­lau­toma­tisch neue Baupro­jek­te in Echtzeit – eine Lösung, die es in dieser Form noch nicht auf dem Markt gibt.

 

Die Schat­ten­seit­en des Gründer-Daseins

Grün­den ist mit dem Bau eines Eigen­heims zu ver­gle­ichen, es gibt Höhen, aber auch immer wieder Tiefen. Die größte Her­aus­forderung für die Grün­der: Die Überzeu­gungsar­beit – vor Inve­storen, Kun­den und der eige­nen Fam­i­lie. „Die Arbeit­szeit­en sind nicht nur für uns manch­mal hart, auch der Part­ner und die Fam­i­lie müssen zurück­steck­en“, erk­lärt Paul. Deshalb muss das Start­up im Som­mer 2016 einen her­ben Ver­lust verkraften: Artem entschei­det sich nach der Geburt seines zweit­en Kindes, dem tur­bu­len­ten Grün­der-Dasein den Rück­en zu kehren. Dieser Schritt ver­langt von den drei verbliebe­nen Grün­dern ein hohes Maß an Überzeu­gungsar­beit – dieses Mal vor den Mitar­beit­ern. „Artem war eine Schlüs­selper­son für Build­ing Radar. Einen Men­tor und ein Vor­bild zu ver­lieren, ist für das Team erst­mal ein Dämpfer“, erk­lärt Leopold. Doch sie meis­tern die Auf­gabe bravourös – durch den Glauben an ihr Pro­jekt und durch ihre Überzeugungskraft.

 

Seit den ein­schnei­den­den Her­aus­forderun­gen in der Anfangszeit geht es für das Münch­n­er Start­up stetig bergauf. Zwölf Monate nach dem Pro­duk­t­launch kon­nte der Umsatz um 540 Prozent gesteigert wer­den, im Sep­tem­ber 2019 schloss Build­ing Radar die Series A‑Finanzierungsrunde mit fünf Mil­lio­nen Euro erfol­gre­ich ab. Und das Team, das voll hin­ter der Idee des Trios ste­ht, wächst stetig – aktuell beste­ht Build­ing Radar aus 50 Mitar­beit­ern. Die Strate­gie für 2020 hat das Build­ing Radar Team fest im Blick: Das Sales- und Tech-Team soll wach­sen. Außer­dem arbeit­et Build­ing Radar seit Okto­ber 2019 fokussiert auf die Inter­na­tion­al­isierung hin, denn sie sind Teil des Accel­er­a­tor Pro­gramms in den USA. All das, um das Hauptziel zu erre­ichen: den Annu­al Recur­ring Rev­enue erneut zu ver­dop­peln – 2019 ist das näm­lich bere­its gelungen.


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Building Radar


Die Building Radar GmbH wurde 2015 von Leopold Neuerburg, Paul Indinger und Raoul Friedrich in München gegründet. Mit Building Radar wollen die Gründer die Baubranche digitalisieren und den B2B-Vertrieb für Zulieferer und Dienstleister der Bauindustrie effizienter machen. Das PropTech-Startup liefert umfangreiche Informationen zu neuen und bestehenden Bauprojekten und das besonders frühzeitig, dank künstlicher Intelligenz und Machine Learning.


Ansprechpartner

Sofia Eham
E-Mail: se@startup-communication.de
Telefon: 089 12021926-7

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