Dating in der Krise – so erleben Singles die Corona-Zeit

12.05.2020

Die Coro­na-Krise ist beson­ders für Sin­gles eine schwierige Zeit: Ein­samkeit und Langeweile schle­ichen sich ein, Dates sind nur schw­er mit Abstand­sregelun­gen zu vere­in­baren und die große Liebe erken­nt man mit Maske vielle­icht gar nicht. Fünf Mit­glieder von muenchnerSingles.de und berlinerSingles.de erzählen, wie ihre Suche nach der großen Liebe in Krisen­zeit­en aussieht.

 

Renate, 59, aus München – Find­et ihr Glück in der Krise

Aus­gerech­net in der Krise lernt Renate einen tollen Mann bei  muenchnerSingles.de ken­nen. Die bei­den sind sich sofort sym­pa­thisch, tele­fonieren miteinan­der und sehen sich bei einem spon­ta­nen Video-Tele­fonat zum ersten Mal in die Augen. Spätestens hier wird ihnen klar: Sie wollen sich per­sön­lich tre­f­fen – und zwar so schnell wie möglich. Was bis vor kurzem nor­mal war, wird nun zur Her­aus­forderung. Sie verabre­den sich zu einem Spazier­gang am Weßlinger See. Aber dür­fen sie das über­haupt? Und wie begeg­net man sich, wenn Abstand hal­ten das Gebot der Stunde ist? Anstelle ein­er Umar­mung gibt es den „Coro­na-Kick“, also das „Abklatschen“ mit den Ell­bo­gen, zur Begrüßung. „Ich glaube, das sah fürchter­lich lustig aus“, lacht Renate. So ungewöhn­lich und kom­pliziert Dat­ing ger­ade ist – sie macht das Beste aus der Sit­u­a­tion: „Man hat ein­fach die Zeit, sich langsam ken­nen zu ler­nen und sich nicht direkt in der Woh­nung oder einem Café zu tre­f­fen. Das nimmt total den Druck aus der Sit­u­a­tion. Vielle­icht ist das ger­ade genau das Richtige“. Für die bei­den geht die Strate­gie jeden­falls auf: Bald wollen sie eine gemein­same Fahrrad­tour unternehmen – und sich endlich in den Arm nehmen. Sobald das wieder möglich ist.

 

Georg, 52, aus München – Zer­stört Coro­na unsere Beziehun­gen?

Klas­sis­ches Online-Dat­ing ist nicht unbe­d­ingt Georgs Meti­er, denn viel zu oft ist das Ausse­hen die Ein­trittskarte. Charak­tereigen­schaften wie Humor oder Ausstrahlung bleiben unsicht­bar. Deshalb lernt der begeis­terte Sportler Men­schen nor­maler­weise lieber im per­sön­lichen Kon­takt ken­nen – zum Beispiel bei den Events der muenchnerSingles.de. Durch die Coro­na-Krise ist Georg jet­zt wieder häu­figer online unter­wegs. Obwohl er mehr Match­es hat als vor der Krise, hält sich die Begeis­terung über die Sit­u­a­tion in Gren­zen: Nach net­ten Tele­fonat­en bemerkt er oft Vor­be­halte gegen per­sön­liche Dates. Soll­ten Abstand­sregelun­gen und Aus­gangs­beschränkun­gen zum Dauerzu­s­tand wer­den, befürchtet er auch Auswirkun­gen auf unsere Beziehun­gen: „Das Leben find­et ja vor allem in der Real­ität statt. Ich befürchte schon, dass sich durch all die Coro­na-Ein­schränkun­gen in Zukun­ft noch weniger Tre­f­fen stat­tfind­en als bis­lang.“ Selb­st wenn bei­de Lust auf ein Date haben, bleibt die Frage: Wo trifft man sich? Was hat über­haupt geöffnet? Die Hoff­nung gibt der Münch­n­er trotz­dem nicht auf – und die ersten Lockerun­gen sind ja schon in Sicht.

 

Harun, 39, aus Berlin – Alter Flirt, neues Feuer

Als klas­sis­ches Dat­ing nicht mehr möglich ist, ent­deckt Harun bei sein­er Suche nach Alter­na­tiv­en die App der berlinerSingles.de und ist sofort begeis­tert: „Trotz Coro­na kom­mu­niziert man miteinan­der, Leute melden sich bei geplanten Events an, in der Hoff­nung, dass sie stat­tfind­en. Die Men­schen ver­suchen, beste­hende soziale Kon­tak­te zu pfle­gen und neue zu find­en.“ Für Harun hält die Krise sog­ar eine ganz beson­dere Über­raschung bere­it: Online lernt der Berlin­er eine Frau ken­nen, deren Inter­essen bis ins kle­in­ste Detail mit seinen übere­in­stim­men und siehe da: Sie ist keine Unbekan­nte. Er hat tat­säch­lich ein Match mit sein­er ehe­ma­li­gen Arbeit­skol­le­gin! „Damals war ich noch ver­heiratet und sie hat­te einen Fre­und, dann sind sechs Jahre ver­gan­gen und plöt­zlich trifft man sich in ein­er App wieder, ver­rückt!“ Sofort kramt er die Tele­fon­num­mer raus und ruft sie an. Jet­zt wo das strik­te Kon­tak­tver­bot gelock­ert wurde, ste­ht das erste Date der Bei­den an. Harun hat die Krise auch ein Stück weit die Augen geöffnet: „Man muss eine Beziehung auf­bauen, einen Draht find­en, es muss ein­fach knis­tern. sollte man doch den Wert des Lebens eigentlich sehen“.

 

Ina, 61, aus Berlin – Aus­ge­feilte Nachricht­en statt spon­tan­er Tre­f­fen

Einen Part­ner find­en oder ein­fach nur neue Fre­und­schaften schließen – Ina lernt Men­schen gerne bei den berlinerSingles.de ken­nen. Spon­tane Tre­f­fen und sog­ar ein gemein­samer Urlaub sind für sie die High­lights des Online-Dat­ings. Ein gemein­samer Kurztrip mit drei anderen Sin­gles an die Elbe ist eine ihrer lieb­sten Erin­nerun­gen. Gemein­sam Rad fahren, sin­gen, kochen: Schöne Erleb­nisse, die aktuell nicht möglich sind. Trotz­dem ist Ina nach wie vor online aktiv. Sie möchte sich nicht davon abhal­ten lassen, neue Fre­unde oder vielle­icht sog­ar einen ganz beson­deren Mann ken­nen zu ler­nen. Gewisse Unter­schiede im Ver­hal­ten bemerkt sie aber schon: „Die Leute sind ger­ade eher kurz ange­bun­den, recht ver­hal­ten und nicht so offen­siv.“ Auch Ina ändert ihre Kom­mu­nika­tion – wenn auch ins direk­te Gegen­teil. Für sie ist das Ken­nen­ler­nen ruhiger und viel bewusster gewor­den. Die Entschle­u­ni­gung nutzt sie, um beim Flirten via Chat länger an ihren For­mulierun­gen zu feilen. Diese Anforderung stellt sie aber selb­st in der Krise nicht an ihr Gegenüber: „Man sollte offen sein und nicht jedes Wort auf die Gold­waage leg­en. Mit ein biss­chen Glück und Humor geht alles.“

 

Gün­ter, 65, Berlin — Wenn die Ein­samkeit zur Zer­reißprobe wird 

Gün­ther möchte nach fünf Jahren als Sin­gle endlich wieder eine ern­sthafte Part­ner­schaft führen. Bei sein­er Suche bei den berlinerSingles.de kommt ihm die Coro­na-Krise nun ganz schön in die Quere: „Bish­er hat sich lei­der noch nichts ergeben und Coro­na macht die Sit­u­a­tion eigentlich nur noch schlim­mer.“ Beim Online-Dat­ing bemerkt der 65-jährige zwar keine großen Unter­schiede, die Ein­samkeit und Langeweile zuhause set­zen ihm aber doch zu. Ein klein­er Licht­blick ist das Date, das der Berlin­er ger­ade plant – auch wenn die Sit­u­a­tion unge­wohnt ist. Sich nebeneinan­der zu set­zen oder gar in den Arm zu nehmen kommt näm­lich wed­er für ihn, noch seine Date-Part­ner­in in Frage. Dafür möcht­en die bei­den Masken zur Verabre­dung mit­brin­gen – ob sie sie tra­gen wer­den, ist eine andere Frage. Beson­ders viel Begeis­terung kann Gün­ter dem neuen Mund-Nasen-Schutz jeden­falls nicht abgewin­nen: „Damit komme ich mir vor, wie ein Schw­erver­brech­er – außer­dem wollen wir uns ja ken­nen­ler­nen und vor allem sehen.“ Trotz­dem ist es nicht die Aus­sicht auf bessere Chan­cen bei der Part­ner­suche, die Gün­ter dem Ende von Coro­na ent­ge­gen­fiebern lassen: „Am meis­ten freue ich mich darauf, wenn ich endlich wieder arbeit­en kann. Mir ist so lang­weilig und meine Woh­nung ist so sauber – hier find­est Du kein einziges Staubkörnchen mehr.“


berlinerSingles


berlinerSingles.de wurde 2009 von Andreas Meran und Alexander Haslberger gegründet und ist neben muenchnerSingles.de, hamburgerSingles.de oder stuttgarterSingles.de eine von acht Single-Communitys der studio3w GmbH in Deutschland. berlinerSingles.de war die zweite Plattform der beiden Freunde, mittlerweile flirten hier 40.000 Berliner regelmäßig. Allein im Jahr 2019 lernten sich über 25.000 Mitglieder auf den Single-Events der Plattform kennen.


Ansprechpartner

Kristina Gössler
E-Mail: kg@startup-communication.de
Telefon: 089/12021926-2

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