Bipolare Störung: Wie Ärzte Frühwarnsignale schneller erkennen

24.11.2020

Das Rück­fall­risiko für Men­schen mit psy­chis­chen Erkrankun­gen steigt auf­grund der Coro­na-Pan­demie. Für Medi­zin­er wird es zunehmend schw­er­er, den Kon­takt mit den Patien­ten zu hal­ten und auf Früh­warnsignale zu reagieren. Mind­pax unter­stützt Ärzte und Patien­ten über ein Arm­band in Verbindung mit ein­er eHealth-Plattform.

 

Coro­na ist eine Belas­tung­sprobe für Patien­ten mit psy­chis­chen Erkrankun­gen und eine Her­aus­forderung für die betreuen­den Ärzte. Für Men­schen, die an ein­er bipo­laren Störung oder an Schiz­o­phre­nie lei­den, brin­gen die neuen Gegeben­heit­en wie Home Office, Ein­schränkun­gen in den Freizeitak­tiv­itäten und der fehlende soziale Kon­takt die Rou­tine durcheinan­der. Das führt ver­stärkt zu Rück­fällen. „Ger­ade jet­zt ist es enorm wichtig, den Kon­takt mit den Patien­ten aufrecht zu hal­ten und Früh­warnsignale zu erken­nen“, weiß Prof. Cor­rell, Psy­chi­ater an der Char­ité Berlin. Mind­pax hat dafür eine Lösung entwick­elt, die aus einem Arm­band für den Patien­ten in Verbindung mit ein­er eHealth-Plat­tform für den Arzt beste­ht. Das Arm­band erfasst die kör­per­lichen Para­me­ter, der Patient ver­merkt zusät­zlich seine Medika­mente, kurze Tage­buchein­träge und Stim­mungss­chwankun­gen in der App. Der Arzt erhält einen eige­nen Online-Zugang zum Mon­i­tor­ing-Tool, das die Krankheit­sen­twick­lung des Patien­ten visu­al­isiert und Früh­warnsignale aufze­ich­net. So kann die Dauer der Krankheit­sepisode reduziert und ein Kranken­hausaufen­thalt ver­mieden wer­den. Mind­pax hat bere­its die medi­zinis­che CE-Zulas­sung erhal­ten und arbeit­et aktuell an der Krankenkassen­vergü­tung in Deutsch­land. Ärzte kön­nen sich gemein­sam mit dem Patien­ten bei Mind­pax reg­istri­eren und so die Betreu­ung verbessern. 1.000 Patien­ten nutzen die Plat­tform bereits.

 

Eine Erleichterung für Ärzte und ein sicheres Gefühl für Patienten

 

Die Behand­lung von bipo­laren Störun­gen ist schwierig und birgt ein hohes Rück­fall-Risiko. Während der Pan­demie find­en viele Ther­a­piesitzun­gen in größeren Abstän­den oder online statt. So wird die Erken­nung von Früh­warnsignalen zu ein­er Her­aus­forderung für Ärzte und führt bei Patien­ten zu Unsicher­heit. „Ich bin erle­ichtert, dass mein Ther­a­peut mit Mind­pax den Überblick behält und habe weniger Angst vor einem Rück­fall. Außer­dem hil­ft mir Mind­pax auch im Home Office eine Rou­tine in meinen All­t­ag zu bekom­men“, erk­lärt Petra, die Mind­pax seit 2019 nutzt.

 

Studie mit dem NUDZ: 250 Patienten haben Mindpax über 18 Monate getestet

 

Das Mind­pax-Mon­i­tor­ingsys­tem mit Arm­band wird in ein­er der umfan­gre­ich­sten Längss­chnit­tforschun­gen in Mit­teleu­ropa einge­set­zt. An der AKTIBIPO400-Studie in Zusam­me­nar­beit mit dem Nationalen Insti­tut für psy­chis­che Gesund­heit (NUDZ) sind 350 bipo­lare Patien­ten und mehr als 100 Psy­chi­ater aus der gesamten Tschechis­chen Repub­lik und der Slowakei beteiligt. 250 Patien­ten haben bere­its die volle Stu­di­en­dauer von 18 Monat­en abgeschlossen. Mind­pax startet Anfang 2021 zwei neue Stu­di­en für Dig­i­tale Gesund­heit­san­wen­dun­gen, darunter eine ran­domisierte, kon­trol­lierte Studie.

 


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Mindpax


Mindpax wurde 2015 von Dr. Filip Spaniel, Soňa Sikorová, Pavel Nevický, Jan Novák, und Daniel Novák in Prag, Tschechien, gegründet. Mindpax hat eine eHealth-Plattform für das Monitoring wichtiger Biomarker entwickelt, die die Entwicklung von schweren psychischen Krankheiten visualisiert und Frühwarnsignale an den Patienten und den behandelnden Arzt sendet. Das Team von Mindpax sitzt in Tschechien und in Deutschland. Ziel ist es, bis Mitte 2021 die Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zu erreichen. In den nächsten fünf Jahren möchte Mindpax eine sechsstellige Anzahl an Patienten mit dem System ausstatten und durch künstliche Intelligenz Rückfälle der Erkrankung rechtzeitig erkennen und behandeln.


Ansprechpartner

Carina Goldschmid
E-Mail: cg@startup-communication.de
Telefon: 089 12021926-1

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