2 Millionen für Industrie‑4.0‑Startup remberg

21.10.2019

Das Münch­n­er Start­up rem­berg hat eine Soft­ware entwick­elt, die es Her­stellern, Dien­stleis­tern und Betreibern von indus­triellen Maschi­nen ermöglicht, alle rel­e­van­ten Ser­vi­ce­prozesse in ein­er Plat­tform abzu­bilden. Fly Ven­tures und Speed­in­vest führen die Seed-Finanzierungsrunde an.

 

Durch die inter­na­tionale Konkur­renz und die Kon­junk­turschwankun­gen sinken die Preise und Absatz­zahlen für indus­trielle Maschi­nen. Das Geschäft bewegt sich ver­stärkt in Rich­tung Ser­vices. Damit steigt der Druck auf die Her­steller, da aktuell die wenig­sten die Ressourcen haben, ihr Ser­vicegeschäft vol­lum­fänglich zu dig­i­tal­isieren. Das Unternehmen rem­berg hat hier­für eine cloud-basierte Soft­ware entwick­elt, die es ermöglicht, alle wichti­gen Ser­vi­ce­prozesse wie Wartung- und Instand­hal­tung rund um die Mas­chine zu dig­i­tal­isieren und dem Her­steller so die Möglichkeit zu geben, seinen Kun­den Doku­men­ta­tion, Ser­vicean­fra­gen und Ersatzteilbestel­lun­gen dig­i­tal anzu­bi­eten.  After-Sales Umsätze bein­hal­ten im Schnitt 2,5‑mal so viel Marge wie Neu­verkäufe von Maschinen.

Für die weit­ere Entwick­lung ihrer soge­nan­nten Asset-Rela­tion­ship-Man­age­ment Soft­ware haben die vier Münch­n­er Grün­der David Hahn, Julian Madrzak, Hagen Schmidtchen und Cecil Wöbker nun eine Seed-Finanzierung von 2 Mil­lio­nen Euro von den VC-Fonds Fly Ven­tures und Speed­in­vest sowie weit­eren Busi­ness Angels erhal­ten. „Die Lösung von rem­berg bringt das Ser­vicegeschäft im Maschi­nen­bau auf eine neue Stufe und hat damit das Poten­zial vie­len Her­stellern zu helfen, sich langfristig im Wet­tbe­werb auch dig­i­tal zu behaupten“, erk­lärt Marie-Helene Amet­sre­it­er, Part­ner­in bei Speed­in­vest. Bere­its 2018 wurde rem­berg vom Bun­desmin­is­teri­um für Wirtschaft mit dem Haupt­preis für dig­i­tale Inno­va­tio­nen ausgezeichnet.

 

Über 25 Prozent der Umsätze im Maschi­nen­bau sind After-Sales-Services

 

Mit dem Asset-Rela­tion­ship-Man­age­ment (ARM) Sys­tem von rem­berg kön­nen Maschi­nen­her­steller Ser­vi­ce­prozesse über den gesamten Leben­szyk­lus, auch nach dem Verkauf der Mas­chine zen­tral abbilden. Das ARM-Sys­tem ist eine cloud-basierte Soft­warelö­sung, die alle rel­e­van­ten Dat­en aus existieren­den IT-Sys­te­men wie ERP, CRM oder PDM sam­melt, um einen Überblick über die eige­nen Maschi­nen zu bekom­men. Anschließend kann der Her­steller in rem­berg analysieren, welch­er Kunde Ersatzteile, Wartun­gen, Über­hol­un­gen oder dig­i­tale Ser­vices für seine Maschi­nen benötigt. Der Ver­trieb hat so die Möglichkeit, seine Pro­duk­te und Ser­vices frühzeit­ig beim Kun­den zu platzieren. Darüber hin­aus kön­nen Her­steller im eige­nen Design ihren Kun­den mit einem Klick Zugriff zu wichti­gen Infor­ma­tio­nen wie zum Beispiel Doku­men­ta­tion, Ersatzteil­lis­ten oder Ser­vice­fälle rund um ihre Maschi­nen freis­chal­ten und damit die Kol­lab­o­ra­tion mit Dien­stleis­tern und Betreibern fördern. Je nach Dig­i­tal­isierungs­grad der instal­lierten Maschi­nen kön­nen z.B. Bestel­lun­gen von Ersatzteilen auch mit Hil­fe ein­er IoT-Daten­verbindung automa­tisiert angestoßen wer­den. „Unser Ziel ist es, Ser­vi­ce­prozesse von Maschi­nen effizien­ter zu gestal­ten, sodass man in Zukun­ft auch im indus­triellen Umfeld mit weni­gen Klicks find­et, was man braucht und dann auch direkt zu den besten Kon­di­tio­nen bestellen kann”, erk­lärt David Hahn, Geschäfts­führer von rem­berg. Aktuell set­zen bere­its sieben Maschi­nen­her­steller auf rem­berg. Mit dem Invest­ment sollen vor allem die Bere­iche Ver­trieb und Entwick­lung weit­er aus­ge­baut werden.


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Die remberg GmbH wurde im August 2018 von David Hahn, Julian Madrzak, Hagen Schmidtchen und Cecil Wöbker in München gegründet. remberg digitalisiert Serviceprozesse von industriellen Maschinen mit dem cloud-basierten Asset-Relationship-Management System für Hersteller, Dienstleister und Betreiber. Die Seed-Finanzierungsrunde wurde von den beiden VC-Fonds Fly Ventures und Speedinvest angeführt.


Ansprechpartner

Carina Goldschmid
E-Mail: cg@startup-communication.de
Telefon: 089 12021926-1

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