Begeis­te­re die Crowd Teil 2: Crowd­fun­ding und Soci­al Media

Startup Communication: Crowdfunding und Social Media

Begeis­te­re die Crowd Teil 2: Crowd­fun­ding und Soci­al Media

Crowd­fun­ding ist für Star­tups eine hei­ße Pha­se, die gut vor­be­rei­tet wer­den soll­te. Bereits in einem unse­rer letz­ten Arti­kel „Begeis­te­re die Crowd: Crowd­fun­ding und PR sind wir dar­auf ein­ge­gan­gen, wie PR eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne unter­stütz­ten kann und wel­che Fak­to­ren für den Erfolg ent­schei­dend sind. Doch zu einer aus­ge­klü­gel­ten Mar­ke­ting­stra­te­gie gehö­ren auch noch ande­re Dis­zi­pli­nen, um den Inves­to­ren-Tur­bo ein­zu­schal­ten. Soci­al Media ist ein idea­les Instru­ment, um euch authen­tisch vor den wich­ti­gen Ziel­grup­pen zu prä­sen­tie­ren – und die­se über­haupt zu errei­chen.

Stra­te­gie ist die hal­be Mie­te

Dann pos­ten wir noch was auf Face­book.” Gut gedacht, schlecht geplant. Idea­ler­wei­se habt ihr schon zwei, drei Wochen vor dem Start eurer Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne einen Soci­al-Media-Plan vor­be­rei­tet. Bevor ihr star­tet, soll­tet ihr euch eine Stra­te­gie über­le­gen. Eini­ge Punk­te davon ste­hen ent­we­der schon im Busi­ness Plan oder in den Unter­la­gen, die ihr für die Platt­form vor­be­rei­tet habt. Wir haben euch eine Lis­te zusam­men­ge­stellt, über was ihr euch Gedan­ken machen soll­tet:

1. Zie­le
Beim Crowd­fun­ding ist das Ziel rela­tiv klar: Ihr wollt poten­zi­el­le Inves­to­ren von eurer Soci­al Media Platt­form auf die Crowd­fun­ding-Sei­te lei­ten, damit sie dort inves­tie­ren.

2. Ziel­grup­pen
Die Ziel­grup­pe eures Pro­duk­tes wird euch bekannt sein. Doch nicht nur zukünf­ti­ge Käu­fer sind poten­zi­el­le Inves­to­ren für euch. Es gibt ver­schie­de­ne Grün­de, um in ein Crowd­fun­ding-Por­jekt zu inves­tie­ren. Sei es das lukra­ti­ve Invest­ment, ethi­sche Über­zeu­gung, der Life­style-Aspekt des Pro­dukts und und und. Wir emp­feh­len, bei den Ziel­grup­pen „Bei­spiel-Inves­to­ren“ zu erstel­len. Ent­wi­ckelt drei bis fünf Per­so­nen mit einem Steck­brief (je fünf bis zehn Merk­ma­le).

Neh­men wir an, ihr habt ein Skate­board mit Motor ent­wi­ckelt, das bis zu 120 km/h fah­ren kann. Das inter­es­siert dann zum Bei­spiel Tho­mas, 28 Jah­re alt, Besit­zer eines klei­nen Sport­la­dens in Mün­chen mit einem per­sön­li­chen Fai­ble für Skate­boar­ding. Er kann sich vor­stel­len, das Skate­board nach der Markt­ein­füh­rung in sei­nem Laden zu ver­kau­fen. Damit möch­te er neue Kun­den­grup­pen anspre­chen. Außer­dem inter­es­siert ihn die Tech­nik dahin­ter und er möch­te das Pro­dukt ger­ne selbst tes­ten.

Dar­aus erge­ben sich dann ver­schie­de­ne Eigen­schaf­ten: Wohn­ort, Alter, per­sön­li­che sowie beruf­li­che Inter­es­sen. Je genau­er ihr eure Ziel­per­so­nen defi­niert, des­to bes­ser. Auf die Bei­spiel­ty­pen kom­men wir dann spä­ter noch mal zurück.

3. Kanä­le
Wo sind eure Ziel­grup­pen unter­wegs? Wir emp­feh­len, dass ihr euch auf zwei bis drei Kanä­le fokus­siert. Bedenkt, dass ihr den Con­tent für die ent­spre­chen­den Kanä­le gene­rie­ren müsst und schätzt den damit ver­bun­de­nen Zeit­auf­wand rea­lis­tisch ein. Es ist super, wenn ihr die Skate­boar­der über You­Tube errei­chen könnt – aber dann müsst ich auch gute Vide­os lie­fern kön­nen.
Tipp: Je nach Ziel­grup­pe kön­nen auch Busi­ness Net­works wie Lin­kedIn oder Xing span­nen­de Kanä­le sein.

4. Con­tent
In unse­rer Prä­sen­ta­ti­on „Soci­al Media Basics für Star­tups“ fin­det ihr Tipps, wie ihr am Bes­ten an die The­men­fin­dung ran­geht und wel­cher Con­tent zu wel­chem Kanal passt. Bei Crowd­fun­ding-Kam­pa­gnen ist es wich­tig, dass ihr euch als Unter­neh­mer prä­sen­tiert.  Die Crowd möch­te wis­sen, wem sie ihr Geld geben. Dar­um soll­tet ihr eine gute Linie zwi­schen sym­pa­thisch, authen­tisch und pro­fes­sio­nell fin­den. Damit das gelingt, könnt ihr zum Bei­spiel eure Grün­der­sto­ry mit einem Can­vas erzäh­len – Aus­gangs­si­tua­ti­on, Her­aus­for­de­run­gen und die bes­ten Momen­te inklu­si­ve. Hal­tet eure Fans über Mile­stones auf dem Lau­fen­den: Habt ihr die Fun­ding­schwel­le erreicht? Was ist euer Ziel? Was sind die Next Steps, wie ihr vor­geht? Das könnt ihr auch ide­al in Vide­os oder GIFs ver­pa­cken. Je inter­ak­ti­ver, des­to bes­ser!

5. Orga­ni­sa­ti­on und Timings
Wäh­rend der Kam­pa­gne soll­tet ihr die Kom­mu­ni­ka­ti­on über Soci­al Media sehr aktiv gestal­ten. Idea­ler­wei­se habt ihr bereits einen The­men­plan mit vor­be­rei­ten Posts, die ihr nur noch live schal­ten müsst. Das spart euch wert­vol­le Zeit wäh­rend der Kam­pa­gne und redu­ziert den Stress­fak­tor. Min­des­tens einer im Team soll­te das Moni­to­ring von Kom­men­ta­ren, Bei­trä­gen und Bewer­tun­gen auf dem Schirm haben und kurz­fris­tig auf Fra­gen oder Anlie­gen aus der Crowd ant­wor­ten.

6. Wer­be­an­zei­gen
Wäh­rend der Kam­pa­gne raten wir davon ab, sich auf orga­ni­sche Reich­wei­te zu ver­las­sen. Je nach Ziel­set­zung soll­tet ihr min­des­tens 200 Euro pro Monat für Wer­be­an­zei­gen auf den Soci­al Media Platt­for­men ein­pla­nen. Der Vor­teil: Ihr könnt eure Ziel­grup­pe sehr selek­tiv anspre­chen. Tipp: Wenn ihr auf Face­book unter­wegs seid, erstellt für jeden „Bei­spiel­typ” (sie­he 2.) eine extra Ziel­grup­pe für eure Wer­be­an­zei­ge. Dann spielt ihr die sel­be Wer­be­an­zei­ge mit kur­zer Erklä­rung zum Pro­dukt und Hin­weis auf die Kam­pa­gne an alle aus. In euren Sta­tis­ti­ken könnt ihr dann wun­der­bar sehen, wel­che Ziel­grup­pe am Bes­ten reagiert.

7. Repor­ting
Um die Soci­al Media Akti­vi­tä­ten in die rich­ti­ge Rich­tung zu steu­ern, ist das Repor­ting sehr wich­tig. Am Bes­ten instal­liert ihr euch dafür die ent­spre­chen­den Tracking-Codes, Pixel oder ver­wen­det Tools (eine Aus­wahl fin­det ihr auch in unse­rer Prä­sen­ta­ti­on „Soci­al Media Basics für Star­tups“). Denn nur, wenn ihr wisst, über wel­che Platt­form die Inves­to­ren kom­men und wel­che Bei­trä­ge sie beson­ders inter­es­siert haben, könnt ihr eure Stra­te­gie opti­mie­ren und noch mehr aus der Kam­pa­gne raus­ho­len.

Hier geht’s zum Blog­bei­trag „Begeis­te­re die Crowd: Crowd­fun­ding und PR.