Begeis­te­re die Crowd: Crowd­fun­ding und PR

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Begeis­te­re die Crowd: Crowd­fun­ding und PR

Crowd­fun­ding – den Begriff hat­te wohl jedes Start­up schon mal auf den Lip­pen. Die Idee, kurz­fris­tig an Kapi­tal zu gelan­gen ohne einen stres­si­gen Inves­tor im Nacken sit­zen zu haben, ist für vie­le Grün­der eine attrak­ti­ve Opti­on. Aber ganz so ein­fach ist es nicht: Die Crowd­fun­ding-Platt­for­men sind kei­ne Wohl­fahrts­or­ga­ni­sa­tio­nen und auch die Crowd möch­te frü­her oder spä­ter pro­fi­tie­ren.

Wer sich die Vor­aus­set­zun­gen der gro­ßen Platt­for­men wie Com­pa­nis­to, Seed­match oder Con­da ange­se­hen hat, weiß, dass die Anfor­de­run­gen hoch sind. Es reicht längst nicht mehr, einen opti­mier­ten Busi­ness Plan zu haben – die Mar­ke­ting­stra­te­gie wäh­rend der Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne muss pro­fes­sio­nell und auf­merk­sam­keits­stark sein, um die Crowd inner­halb von kur­zer Zeit für das Pro­dukt zu begeis­tern.

Star­tups fra­gen uns häu­fig, wie sie sich mar­ke­ting­tech­nisch auf eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne vor­be­rei­ten kön­nen und wel­che Maß­nah­men grei­fen. Der Knack­punkt: Die Pha­se ist meis­tens auf ein paar Wochen ange­legt. Dar­um ist ein gutes Timing schon die hal­be Mie­te. Rich­tig getimt und vor­be­rei­tet kön­nen PR, Soci­al Media und Influ­en­cer Rela­ti­ons eine enor­me Auf­merk­sam­keit für euer Crowd­fun­ding gene­rie­ren. Damit ihr wisst, was dabei zu beach­ten ist, geben wir euch auf unse­rem Blog wich­ti­ge Hin­wei­se und Tipps, wie ihr eure Kam­pa­gne boos­ten könnt – heu­te legen wir mit dem The­ma Pres­se­ar­beit los:

Pres­se­ar­beit und Crowd­fun­ding: Ran an die Ziel­grup­pe! Ran an die Crowd!

Unse­re Erfah­rung ist, dass Star­tups bei PR erst mal an einen bun­ten Zei­tungs­ki­osk den­ken, der neben den neu­es­ten C-Pro­mi-Nach­rich­ten hin und wie­der einen Focus oder ein Han­dels­blatt im Regal ste­hen hat. Aber: PR ist nicht gleich PR. Ihr müsst die rich­ti­gen Leu­te errei­chen. Bevor es mit der Pres­se­ar­beit für die Crowd­fun­ding- oder Crowd­in­ves­ting-Kam­pa­gne los­geht, müs­sen die Zie­le und die Ziel­grup­pen klar defi­niert wer­den. Die Crowd ist meis­tens nicht homo­gen, son­dern spricht Leu­te an, die unter­schied­li­che Inter­es­sen haben: rei­nes Invest­ment, ethi­sche Über­zeu­gung, Begeis­te­rung durch Nut­zen, Life­style-Cha­rak­ter etc. Wenn ihr eure Ziel­grup­pen defi­niert habt, recher­chiert ihr, wel­che Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten sich the­ma­tisch mit ihren Inter­es­sen beschäf­ti­gen.

Unser Tipp: Unter­schätzt die Mit­tel­ständ­ler nicht! Das sind meis­tens kei­ne pro­fes­sio­nel­len Inves­to­ren, aber inter­es­sier­te Unter­neh­mer. Wenn sich ein Mit­tel­ständ­ler in eurer Bran­che aus­kennt und weiß, dass euer Pro­dukt ein Pro­blem löst, ist er durch­aus bereit, vier oder fünf­stel­li­ge Beträ­ge zu inves­tie­ren. Und: Das Feed­back von die­sen Men­schen ist manch­mal mehr wert als Geld. Wir haben in Deutsch­land eine gute Aus­wahl an Mit­tel­stands- und Bran­chen­ma­ga­zi­nen, die sich für jun­ge Unter­neh­mer inter­es­sie­ren.

Han­dels­blatt, Mana­ger Maga­zin, Impul­se. Tol­le Maga­zi­ne, exzel­len­te Jour­na­lis­ten. Bevor ihr mit der Mar­ke­ting-Keu­le aus­holt und die ver­schie­de­nen Farb­va­ri­an­ten eures Pro­duk­tes vor­tragt, soll­tet ihr euch genau anse­hen, wie die Geschich­ten auf­ge­baut sind. Wirt­schafts­ma­ga­zi­ne wol­len Zah­len sehen. Und die müsst ihr auch lie­fern, um bei den deut­schen Busi­ness­me­di­en eine Chan­ce zu haben. Berei­tet euch also aus­rei­chend vor und hört genau zu, was den Jour­na­lis­ten inter­es­siert.

Fach­ma­ga­zi­ne: Der Groß­teil der Crowd stellt euch das Geld zur Ver­fü­gung, weil sie ein per­sön­li­ches Inter­es­se an eurem Ange­bot hat. Über­legt euch, wen ihr damit ansprecht und wel­che Medi­en dafür inter­es­sant sein könn­ten. Ange­nom­men, ihr habt eine neue High­tech-Uhr ent­wi­ckelt. Dann sprecht ihr Leu­te an, die sich für Tech­nik inter­es­sie­ren. Gleich­zei­tig sind auch Uhren­lieb­ha­ber an dem Pro­dukt inter­es­siert. Recher­chiert, wel­che Medi­en sich mit die­sen The­men­ge­bie­ten beschäf­ti­gen – dann erreicht ihr auch die rich­ti­ge Ziel­grup­pe.

Erzählt eure Geschich­te! Sto­ry­tel­ling spielt sowohl im Crowd­fun­ding als auch in der all­ge­mei­nen Inves­to­ren­kom­mu­ni­ka­ti­on eine sehr wich­ti­ge Rol­le. Wie sagt Cars­ten Maschmey­er bei „Die Höh­le der Löwen“ immer: „Ich inves­tie­re nicht in Unter­neh­men, son­dern in Per­sön­lich­kei­ten.“ Die Crowd übri­gens auch. Je sym­pa­thi­scher und authen­ti­scher ihr euch prä­sen­tiert, des­to bes­ser. Authen­tisch sind wah­re Geschich­ten mit einem Höhe- und Wen­de­punkt.

Mär­chen­aus­flug ins Sto­ry­tel­ling

Wie funk­tio­niert Sto­ry­tel­ling? Ganz nach unse­rem Mot­to: Geschich­ten, kei­ne Mär­chen! Und trotz­dem neh­men wir die Mär­chen­struk­tur als Bei­spiel:

Lang­wei­li­ge Geschich­te: Ein Rit­ter will eine Prin­zes­sin befrei­en, die in einen Turm ver­bannt wur­de. Er schwingt sich auf sein Pferd, rei­tet zum Turm, klin­gelt. Die Prin­zes­sin öff­net die Türe und rei­tet mit ihm nach Hau­se. Sie leben glück­lich und zufrie­den. Gähn!

Span­nen­de Geschich­te: Die Prin­zes­sin wur­de von ihrem Vater ver­bannt und sitzt seit fünf Jah­ren im Turm fest, der von zwei Dra­chen bewacht wird. Nie­mand hat es bis­her gewagt, die Prin­zes­sin zu befrei­en. Eines Tages wagt sich ein Rit­ter zum Turm vor. Er hat sich einen Plan über­legt, um die Dra­chen aus­zu­trick­sen: Er steigt vom Pferd ab und schickt es vor zu den Dra­chen, um sie abzu­len­ken, wäh­rend er sich der Türe nähert. Doch der Plan schei­tert. Das Pferd hat zu viel Angst und rennt in den Wald. Er ist jetzt ganz auf sich gestellt und die Dra­chen haben ihn im Visier. Schafft er es, die Prin­zes­sin zu befrei­en?

Gut, das ist viel­leicht etwas sehr über­spitzt aus der Mär­chen­kis­te gegrif­fen, aber wir möch­ten euch ein ein­fa­ches Bei­spiel geben, an das ihr euch hal­ten könnt. Was wir damit sagen wol­len: Ihr seid ein Start­up, es läuft nicht immer alles glatt. Zeigt den Leu­ten, dass ihr aus euren Feh­lern lernt, euch Her­aus­for­de­run­gen stellt und stra­te­gi­sche Lösun­gen für Pro­ble­me über­legt. Seid Kämp­fer, kei­ne Alles­kön­ner!

Im nächs­ten Blog­bei­trag geht’s um Crowd­fun­ding und Soci­al Media — seid gespannt! Wenn ihr Fra­gen habt oder wis­sen wollt, wie die Geschich­te mit den Dra­chen aus­geht, dann mel­det euch bei uns 😉